Das mache ich im Januar:

Wie die Luft zum Atmen

Ich habe mir gerade die DVD von Kettcar „Live auf Kampnagel“ angesehen und will euch nun doch endlich mal von unserem Konzertbesuch in der Wiesbadener Ringkirche erzählen.

Die Ringkirche ist eine nicht allzu große, in meinen Augen architektonisch etwas ungewöhnliche, wunderschöne Kirche. Gleich als wir hereinkamen war klar, dass dies eine fantastische Kulisse für das Konzert sein würde.  Zu diesem besonderen Anlass wurde um Abendgaderobe gebeten. Tatsächlich hatten sich viele Besucher in feineren Zwirn geworfen. Zunächst herrschte reges Treiben, wo setzt man sich am besten hin, wo sieht man was, wo hört man am Besten?

Wir hatten Glück und ergatterten ein Plätzchen in der 5. Reihe, ziemlich in der Mitte und so recht nah am Geschehen. Obwohl die Kirche bald voll besetzt war, war es ziemlich frisch und ich musste mir meinen Mantel über die Beine legen.

Vor der Band spielte zunächst J.K. Samson. Ein Mann mit Gitarre, wirklich schön, melancholisch, aber ich wartete nur auf Kettcar. Schließlich betrat die Band begleitet von vier Streichern der Neuen Philharmonie Frankfurt die Bühne. Marcus Wiebusch, der Sänger, verbeugte sich etwas linkisch, wirkte ein bisschen schüchtern und vielleicht unsicher und eröffnete das Set mit dem Satz „Der Name der Band ist Kettcar“.

Was folgte war eine Stunde voller Klang und Gefühl. Die Kälte war plötzlich vergessen und ums Herz wurde es ganz warm. Vor jedem Lied herrschte gespannte, freudig erwartende Stille, danach folgte glücklicher, warm aufbrandender Applaus.

Auch in den Gesichtern der Streicher zeichnete sich zunehmende Begeisterung ab. Mit viel Spielfreude und Können gaben sie Kettcars Liedern neuen Glanz.

Am Ende gab es Standing Ovations und drei Zugaben und für mich mal wieder die Erkenntnis, dass ich Musik brauche wie die Luft zum Atmen.

 

Anästhesisten

Neues aus Uhlenbusch, äh, meinem Kosmos

Nach manchen Dingen steht mir momentan einfach nicht der Sinn. Ich müsste Bilder fertig machen fürs Bildwerk, aber ich habe keine Lust aufs bearbeiten, sprich verkleinern fürs Web. Dabei könnte ich euch schöne Bilder aus Münster zeigen, denn mit Italien bin ich durch.

Ich arbeite auch schon an einem Fotobuch von Münster, habe aber auch keine Lust das jetzt fertig zu machen. An ein Fotobuch von den Italienbildern habe ich mich noch gar nicht gewagt, weil das so unendlich viele Bilder sind.

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So langsam muss man sich auch mal über Weihnachtsgeschenke Gedanken machen. Auweia, das werden bestimmt wieder Last Minute Aktionen. Ein paar Ideen habe ich schon, aber habe ich auch die Zeit? Ich verschenke nämlich gerne selbst gemachtes. Nee, keine Stricksocken! Außerdem will ich auch Plätzchen backen.

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Immerhin habe ich mich jetzt tatsächlich für einen Sprachkurs auf Teneriffa angemeldet. Ich bin schon ganz aufgeregt, obwohl es erst im Januar so weit ist. Ich bin in meinem ganzen Leben erst einmal alleine ins Ausland verreist. Das ist 20 Jahre her und damals habe ich eine Brieffreundin in Frankreich besucht.

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Besonders freue ich mich zur Zeit auf den Kunstsupermarkt, der am 20. November wieder seine Tore öffnet. Wäre schön, wenn ich mir da eine Kleinigkeit kaufen könnte. Das nächste Highlight ist allerdings erstmal das Konzert von Kettcar in der Wiesbadener Ringkirche.

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Mmmh, es duftet gerade ganz lecker. Der Marathonmann kocht mir was Feines. Der arme hat mit seinen Marathons z. Z. kein Glück. Den Frankfurter musste er wegen einer Erkältung sausen lassen.

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Diese Woche habe ich mich mal wieder gewaltig geärgert. Am meisten über mich selber, weil ich immer viel zu nett, gutmütig, kompromissbereit bin und mir den Allerwertesten aufreiße, obwohl ich es doch nicht gedankt kriege. Im Gegenteil! Dann denke ich immer, vielleicht sollte ich mich mal wie ein Arschloch benehmen, aber dazu bin ich viel zu harmoniebedürftig und außerdem hasse ich Arschlöcher. Sorry, in dieser Öffentlichkeit gibt’s keine weiteren Details.

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Simon’s cat is back!

Eine gute Sache

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Aus Gelnhäuser Tageblatt online:

36 „Stolpersteine“ erinnern an Schicksale der Gelnhäuser Juden

01.10.2009 – GELNHAUSEN

Gestern Abend: Interessengemeinschaft stellt erste Verlegung am 20. Oktober, 14 Uhr, vor

Sabine Köhler-Lindig. 36 „Stolpersteine“ erinnern ab Dienstag, 20. Oktober, 14 Uhr, in der Altstadt an die während des Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Gelnhäuser Juden. Der Künstler Gunter Demnig, der durch das Projekt „Stolpersteine“ bekannt geworden ist, kommt an diesem Tag in die Barbarossastadt, um die ersten Mahnmale zu verlegen.
Als vorläufigen Höhepunkt bezeichnete Bürgermeister Thorsten Stolz gestern Abend den Stand der Arbeit der Interessengemeinschaft (IG) „Stolpersteine“ Gelnhausen. Zusammen mit Peter Musall, Christine Raedler, Christel Schmitz-Bonfigt, Rosemarie Bartel und Prof. Dr. David Lupton verdeutlichte der Rathauschef im Rahmen eines Pressegesprächs die Bedeutung, die das Projekt für die Stadt habe, und ging auf die einzelnen Etappen bis zur Verlegung ein.

„Die ,Stolpersteine` sind ein Mittel der Mahnung und der Erinnerung“, so der Rathauschef, der den Mitgliedern der IG für ihr Engagement dankte. Alle Parteien, Fraktionen und auch die Kirchen stünden hinter der Aktion.

Verlegt werden die Steine mit Messingplatten, auf denen die Namen und Lebensdaten von NS-Opfern eingraviert sind, zunächst im „Mittelpunkt des jüdischen Lebens“ in Gelnhausen, verdeutlichte Historikerin Christine Raedler. In der Brentanostraße erinnern ab dem 20. Oktober 13 „Stolpersteine“ an Gelnhäuser Juden, in der Holzgasse wird ein Stein ins Pflaster gesetzt, in der Töpfergasse vier, in der Langgasse sieben und elf Steine werden in der Burgstraße verlegt. „Sie alle waren Bürger dieser Stadt. Mein Wunsch ist es, dass durch diese Aktion die Gelnhäuser Bürger dazu bereit werden, über die Vergangenheit zu sprechen“, sagte Lupton, der als Ortsvorsteher Mitte zusammen mit Rosemarie Bartel vor 15 Monaten das Projekt ins Rollen brachte. Eine Zeit intensiver Recherche folgte, bei der Historikerin Christine Raedler, die sich als gebürtige Gelnhäuserin seit längerer Zeit mit der Geschichte der Juden in ihrer Heimatstadt beschäftigt, einen großen Beitrag leistete. „Viele der Gelnhäuser Juden dachten, dass sie auch in Gelnhausen bestattet werden. Umso schöner ist es, dass ihre Namen jetzt an die Orte ihres Wohnens und Wirkens zurück kehren“, freute sich Raedler.

Auch Christel Schmitz-Bonfigt sei es als Geschichtslehrerin ein Bedürfnis gewesen, sich an der Aktion zu beteiligen.

Als er einst nach Gelnhausen kam, habe ihn erschüttert, wie die Stadt mit der Geschichte der Juden umgegangen sei. Es freue ihn sehr, dass die „Stolpersteine“ nun von allen gesellschaftlichen Gruppen getragen werden, erläuterte Pfarrer Musall. „Die Aktion ist mittlerweile ein Selbstläufer geworden“, berichtete Rosemarie Bartel. Sie habe eine hohe Bereitschaft der Bürger und vor allem der Anwohner wahrgenommen, sich an den „Stolpersteinen“ zu beteiligen. Spenden für 50 Steine seien bereits eingegangen, sodass das Projekt im nächsten Jahr fortgeführt werden könnte.

Zunächst werden aber die ersten 36 „Stolpersteine“ am 20. Oktober verlegt. Im Vorfeld wird in den Pali-Lichtspielen am Sonntag, 18. Oktober, um 11.30 Uhr der Film „Stolperstein“ von Dörte Frank gezeigt, eine Dokumentation über Künstler Gunter Demnig. Interessierte sind herzlich willkommen, so die IG.

‘Türlich ‘türlich!

IMG_1957Gestern waren wir in der Jahrhunderthalle beim Konzert vn Jan Delay. Vorher machte ein Dejay feine Tanzmucke und dann kam noch Das Bo. Als alter Hamburger Kumpel von Jan Delay durfte er da einige Stücke rappen und Werbung für seine neue Platte machen. Das fand ich ziemlich schrecklich. Der Typ rappt nur über sich, von wegen ich bin Das Bo, ihr wollt das Bo, Das Bo ist der Größte.
IMG_1965b Gott sei Dank dauerte das nicht so lang und dann rockte Jan Delay die Bühne. Super Band, die Background Mädels erstklassig. IMG_1962b Mann, was würde ich geben so singen zu können. Ja und Jan Delay ist einfach eine coole Socke. Leider konnte ich keine besseren Fotos machen.
Sollte ich nochmal in die Jahrhunderthalle kommen, dann nur mit Karten für die Loge. Unten sieht man einfach zu wenig. Einerseits ist die Bühne nicht sehr hoch. Andererseits stellen sich immer irgendwelche stinkende, behefte Typen vor einen. Ich kann das einfach nicht mehr. Ich mochte es noch nie, wenn es so eng ist, dass mir Leute auf die Füße treten. Und ich mag auch nicht mit fremden, verschwitzten Menschen quasi kuscheln. Außerdem brauche ich Platz zum Tanzen. Ich glaub, ich werde alt.

Die aktuelle Platte von Jan Delay heißt übrigens Wir Kinder vm Bahnhof Soul, den Vorgänger Mercedes Dance kann ich auch wärmstens empfehlen.

Liebestoller Papagei

Nochmal abstimmen

Heute erreichte mich folgende Mail:

Liebe(r) Teilnehmer/in unseres Fotowettbewerbs „Rothenburg ob der Tauber“,

leider mussten wir feststellen, dass entgegen der vereinbarten
Teilnahmebedingungen, die besagen, dass jedes Foto nur einziges mal pro
„Voter“ bepunktet werden darf, einzelne Fotos mehrfach bewertet wurden. Da
dies keinen fairen und korrekten Wettbewerbsablauf mehr ermöglicht, sahen
wir uns leider gezwungen, das bisherige Abstimmungsresultat auf null zu
setzen, um jedem von Ihnen die gleichen Bedingungen und Chancen zu
garantieren. Wir bedauern es sehr, zu solchen Maßnahmen greifen zu müssen
und bitten um Ihr Verständnis.

Aufgrund dessen haben wir den Abstimmungsmodus geändert. Ab sofort können
Sie sich mit einer gültigen eMailadresse, Benutzernamen und einem Passwort
unter http://www.rothenburg-tourist.de/de/foto/voting/register.php anmelden
und Ihre Stimme abgeben.

Wenn ihr also schon abgestimmt hattet, sind eure Stimmen nun gelöscht.

Ihr könnt jetzt voten!

Frisch aus dem schönen Münster zurück habe ich erfahren, dass mein Bild unter die letzten 100 Bilder des Rothenburg Fotowettbewerbs gewählt wurde. Das war freilich nicht so schwer, da es nur 150 Einsendungen gab. Egal, ich freu mich trotzdem!

Ab jetzt kann jeder seine Stimme abgeben.

Unter www.rothenburg-tourist.de geht’s zu meinem Foto und natürlich auch allen anderen. Ich rechne mir nicht wirklichen Chancen aus, aber über die eine oder andere Stimme würde ich mich schon freuen. Schaut doch mal rein!