Kategorie: Beruf


Isch hab Rücken!

Seit Tagen schmerzt mein Rücken, letzte Nacht war es besonders schlimm. Erst konnte ich nicht einschlafen, weil ich nicht wusste wie ich mich hinlegen soll. Dann immer wieder aufgewacht und um halb sechs schließlich aufgegeben und aufgestanden, weil ich’s nicht mehr ausgehalten habe.

Das ist die Quittung, wenn man sein Sportprogramm vernachlässigt. Deshalb bin ich heute gleich mal nach der Arbeit zum Krafttraining gegangen. Anderthalb Stunden mit reduzierten Gewichten, das hat echt gut getan. Der Schmerz ist nicht komplett weg, aber ich fühle mich schon viel besser.

Samstag habe ich Stunden im eiskalten Foyer beim 2. Wirbelsäulentag verbracht. Das hat auch nicht gerade zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Ich stand dort mit OP-Tisch, Mikroskop und Instrumenten und konnte den Patienten unseren Job mal näher bringen, was auch echt nett war.

Was gibt’s sonst neues? Hm, so langsam werden die Formalitäten rund um den Wohnungskauf erledigt. Das traditionelle Weihnachtsessen im Casa Martin ist in Planung. Gestern haben wir Coq au Vin zur Probe gekocht. Sehr lecker!

Für Februar habe ich wieder eine Woche Sprachurlaub gebucht. So werde ich die letzten Tage des Jahres wohl größtenteils mit Spanisch und Sport verbringen. Reicht ja auch. Und für Januar gilt das Gleiche.

Ihr seht, wie immer bin ich schwer beschäftigt.

 

Ereignisreiche Zeiten

Der Urlaub scheint schon wieder ewig her zu sein. Die Zeit rast mal wieder davon und die Tage haben zu wenige Stunden für mich.
Ich habe reichlich Arbeit, aber das ist okay. Denn alles, was ich so zu tun habe, macht mir Spaß. Aber wie gesagt, die Zeit reicht eigentlich nicht.
Jetzt kommt auch noch hinzu, dass wir es tatsächlich geschafft haben unsere Wohnung, in der wir seit 10 Jahren wohnen, zu ersteigern. Das war ganz schön aufregend. Ich glaube so aufgeregt bin ich nicht einmal, wenn ich vor Publikum singen muss. Ja, jedenfalls bedeutet das Ganze, dass wir endlich ans Renovieren denken können. Im Baumarkt haben wir uns schon fleißig Prospekte eingesammelt, um uns Anregungen zu holen.
Ich würde am liebsten schone heute anfangen, aber wie heißt es so schön, gut Ding will Weile haben.
Im übrigen waren wir kürzlich in Amsterdam. Der Marathonmann ist da einen Halbmarathon zu Trainingszwecken gelaufen, denn nächste Woche läuft er den Frankfurt Marathon. Hier ein kleines Erinnerungsfoto:

Ansonsten versuche ich gesanglich weiter zu kommen. Am 19. Januar wird es ein kleines Konzert geben. Merkt euch das schon mal.
Dann versuche ich irgendwie meine Spanischkenntnisse zu festigen und das FAST gibt’s ja auch noch.
Für den OP arbeite ich an einem neuen Standard und an einem Konzept zur Einarbeitung von Schülern in der Neurochirurgie. Also langweilig wird mir sicher nicht.
Gestern Abend haben wir einer Aufführung der Studierenden der Internationalen Ensemble Modern Akademie, der Ausbildungsbereiche Komposition, Gesang/Musiktheater, Schauspiel, Regie und Künstlerische Ausbildung der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. (Da musste ich jetzt mal copy und paste, weil das is ja viel zu lang…) Normalerweise habe ich es ja nicht so mit zeitgenössischer Musik, aber das war gestern wirklich sehr beeindruckend. Außerdem hat da meine Gesangslehrerin mitgewirkt. Ich sach nur grandios!

Sollte sich jetzt also jemand von mir vernachlässigt fühlen, sorry, is keine Absicht. Aber ich hab euch alle in meinem kleinen, hüpfenden Herzchen. ;-)

Was in unserer kleinen Klinik rechts der Kinzig doch so alles passiert, und ich war live dabei:
Neue Behandlungstechnik: Langer Leidensweg hat ein Ende (Gelnhäuser Tageblatt, 04.03.2010)

Alles neu

Naja nicht ganz, es ist immer noch das gleiche Blog, nur mit anderem Look.

Da ich die zusätzlichen Seiten sowieso lange nicht gepflegt habe, habe ich sie heute gelöscht. Ich weiß noch nicht, ob ich neue anlegen werde. Ich weiß auch noch nicht, ob ich das Bildwerk so weiterführen werde. Aber hier wird zukünftig definitiv wieder mehr passieren.

Am Samstag geht es erstmal nach Teneriffa. In der Sprachschule habe ich auch einen Internetzugang, so dass ich mich zwischendurch vielleicht mal melden kann. Dank Google Maps und der Street View Option konnte ich mir meine Unterkunft und Schule schonmal genauer betrachten. Da ich schon zweimal in Puerto de la Cruz war, habe ich einiges wiedererkannt.

Das neue Jahr habe ich einigermaßen dramatisch angefangen. Ich hatte von Silvester auf Neujahr Bereitschaftsdienst und wurde in der Nacht zu meiner ersten Notsectio gerufen. Vor einer Notsectio hatte ich immer große Angst und habe mir immer wieder mal mögliche Handlungsabläufe vorgestellt. Wann mache ich was? Werde ich richtig und angemessen reagieren können? Diese Angst war es auch, weshalb ich nochmal in die Gynäkologie wollte, obwohl das mein Hassfach ist. Ich wollte einfach mehr Routine bei den Sectios erreichen.

Ihr könnt mich für verrückt erklären, aber ich hatte irgendwie eine Vorahnung. Der Dienst war einfach zu ruhig und ich war mir, nachdem wir das Feuerwerk bestaunt hatten sicher, dass da noch was auf uns zu kommt. Ich wache häufig kurz bevor der Funker geht auf. So war es auch in dieser Nacht.  Ca. um halb vier wachte ich auf, ging auf Toilette und fragte mich, wann der Piepser wohl losgeht. Um 3.50 kam der Ruf.

Ich alarmierte meine Kollegin, sprang in meine Klamotten und rannte los. Unsere Bereitschaftszimmer sind leider in einem anderen Gebäude und wir müssen über den Parkplatz ins Hauptgebäude rennen. (Eine meiner Meinung nach äußerst dämliche Lösung.)

Natürlich kann ich euch keine Details erzählen, nur wie ich mich fühlte. Ich war nervös, aber mir war klar, was ich zu tun hatte. Ich habe funktioniert, jeder im Raum hat das, schnell und ruhig und es ist alles gut gegangen. Das ist die Hauptsache. Dennoch muss ich das echt nicht öfter haben.

Ich hoffe, dass das nicht heisst, dass das ganze Jahr so dramatisch verläuft.

Falken, Fußball und Feiern

Am Samstag hatten wir ein großes OP-Sommerfest. Keine Sorge, wir haben nicht im OP gefeiert sondern an der Ronneburg.

IMG_1063bAuf eben besagter Burg konnte man wahlweise  eine Falknerei besuchen oder eine Burgführung machen. Als Federviehliebhaberin habe ich mir natürlich die Flugshow angesehen. Das war sehr beeindruckend! Als Vorgeschmack gibt’s hier ein Bild:

IMG_1021bWenn ich mich recht entsinne, handelt es sich hier um einen sibirischen Uhu. Mehr Vogelbilder könnt ihr demnächst im Bildwerk bestaunen. Im Moment gibt es da noch Bilder aus dem Kurpark Bad Homburg.

Gefeiert haben wir an einem Reitplatz unterhalb der Ronneburg. Irgendjemand hatte einen Ball dabei und ehe man sich’s versah, rannten wir über die Wiese und spielten Fußball. Da wir Mädels im Gegensatz zu den Jungs nur leichtes Schuhwerk anhatten, spielten die meisten barfuß.

Unsere Füße sahen dann so aus:

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Okay, in dieser kleinen Version sieht man das nicht so richtig gut. Jedenfalls waren die Füße echt schmutzig. So wild wie wir gebolzt haben, ist es echt ein Wunder, dass es nur zu kleineren Blessuren gekommen ist.

Außerdem heizte uns eine Band namens Ikarus mächtig ein. Der Name ließ mich zunächst schlimmes vermuten, aber die Jungs waren richtig gut! Es wurde ununterbrochen getanzt.

Alles in allem war das ein absolut gelungenes Fest und die beste Betriebsfeier, die ich bisher erlebt habe.

Das war meine letzte Blockwoche. Wir hatten wirklich Glück mit den Nächte. Sogar die Gynokokken haben uns schlafen lassen und wir mussten keine Babys nachts um drei aus Bäuchen schneiden.

Trotzdem ist so eine Blockwoche immer verlorene Zeit, weil man nur kurz zwischen zwei Diensten zuhause ist. Man kann sich nichts gescheites vornehmen. Wenigstens habe ich es geschafft, zweimal nach dem Dienst in der Physiotherapie zu trainieren. Dafür ist das Bildwerk zum Erliegen gekommen.

Aber das ist ja jetzt vorbei. Ab August gibt es keine Blockwoche mehr. Wir führen unter der Woche wieder 24 Std.-Dienste ein, d.h. 24 Std. Dienst, 24 Std. frei.

Außerdem habe ich beschlossen zum ersten Mal in meinem Berufsleben einen Bildungsurlaub zu machen. Ich will schon lange Spanisch lernen. Da ich die VHS-Kurse für wenig effektiv halte, beabsichtige ich einen Intensivkurs in Spanien zu machen. Das ist natürlich teurer, aber man kann die erworbenen Kenntnisse sofort anwenden. Vielleicht klappt es im Dezember schon. Falls nicht, beantrage ich die Übertragung der Bildungsurlaubswoche auf das nächste Jahr. Ich könnte dann direkt zwei Wochen am Stück machen oder es auf zweimal verteilen. Mal sehen.

Zuerst habe ich das ja für ein Gerücht gehalten. Da erzählten Kollegen und Kolleginnen, dass sie nach einem Nachtdienst nicht einkaufen gehen dürfen, weil sie sonst mehr Geld als üblich ausgeben.

Auch von einer Ärztin unseres Hauses hörte ich, dass sie nach einem Nachtdienst sozusagen finanziell enthemmt ist.

Und soll ich euch was sagen? Es stimmt!

Irgendetwas passiert da im Hirn, so dass man besonders anfällig ist für Sonderangebote und alles, was man sonst noch hübsch findet. Okay, ich habe mich bisher noch nicht finanziell ruiniert. Gott sei Dank! Aber nach  dem Nachtdienst z.B. in den Baumarkt zu gehen, hat mich schon einige Euro gekostet.

Jetzt bin ich ja gerade wieder im Nachtdienst und prompt habe ich mir die lang ersehnte Canon EOS 450D gekauft. Da schleiche ich monatelang um die Kamera herum und schwupp, Nachtdienst, gekauft.

Okay, auch das lässt mich jetzt nicht am Hungertuch nagen. Irgendwie habe ich ja daraufhin gearbeitet. Aber glaubt mir, das Geld sitzt lockerer als sonst.

Schokoladenblume

Schokoladenblume

Das erste Bild  mit der neuen Kamera.

Geschafft!

Jetzt habe ich meine Bereitschaftsdienstwoche glücklich hinter mich gebracht. Sonntag, Dienstag und Mittwoch waren echt anstrengend. Dienstag Nacht habe ich zusammengerechnet vielleicht 2 Stunden geschlafen. Dafür haben sie uns Donnerstag und Freitag schlafen lassen.

Mir hingen die Nächte aber trotzdem noch so in den Knochen, dass ich gestern ein Mittagsschläfchen einlegen musste. Auch wenn ich nicht nachts rausgeholt werde, schlafe ich in dem Bereitschaftszimmer eher schlecht. Es ist zu hell, zu laut, zu unbequem und unterbewusst warte ich drauf, dass der Funker gleich losgeht, wenn ich weiß, dass da was in der Schwebe ist.

Heute wird noch ein Bisschen die Sonne genossen und abends geht’s zum Konzert des Ukulele Orchestra of Great Britain. Unter Fundstücke  (siehe rechts neben dieser Spalte) findet ihr ein Video dieses ungewöhnlichen Orchesters, falls ihr das nicht schon kennt.

Oh Mann, die Zeit geht rum wie nix. Ich weiß dummerweise gar nicht, was ich alles getrieben habe. Ist das nicht traurig? Da rennt man jeden Tag zur Arbeit und reißt sich den Allerwertesten auf und plötzlich ist ne Woche um.

Aber das heißt jetzt nicht, dass ich unzufrieden bin. Die Arbeit macht Spaß, es könnte kaum besser laufen. Die letzten Bereitschaftsdienste haben mich halt ziemlich geschlaucht. Am Ostersonntag habe ich den nächsten 24h-Dienst und dann von Dienstag bis Freitag Nachtdienst. Mal sehen wie’s mir danach geht, denn das wird mein erster Blockdienst. Bisher hatte ich maximal zwei Nächte hintereinander.

Immerhin hat jetzt endlich der Frühling Einzug gehalten. Ich kann wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, und habe mich auf der Terrasse auch schon ausgetobt. Die nächsten Tage werden zwar wohl eher wolkig, aber so lange es mild bleibt bin ich zufrieden.

Neulich waren wir im Kino. Clint Eastwood hat mit Der fremde Sohn mal wieder einen tollen Film abgeliefert. Näheres dazu werde ich unter der Rubrik Lichtspielhaus schreiben. Ich habe immerzu auf die Hände von Angelina Jolie starren müssen. Die sehen echt riesig aus und spindeldürr.

Heute geht’s auch ins Kino. Wir schauen uns John Rabe an, bei dem ein Freund von uns die Script/Continuity gemacht hat. Was das ist, schlagt ihr mal bitte unter Wikipedia nach.

Einen schönen Sonntag noch!

Gähn!

Die letzten zwei Tage hatte ich Nachtdienst. Eigentlich waren das schöne Nachtdienste, weil man uns tatsächlich schlafen ließ. Wenn ich denn hätte schlafen können!

Fremdes Bett, fremde Geräusche. Ende März habe ich eine ganze Woche Nachtdienst. Mal sehen wie das wird.

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