So reich die Flora – zumindest im Norden – auf Teneriffa ist, so arm ist die Fauna.
Es gibt relativ wenig Tierarten. Da es wenig Insekten gibt, gibt es wohl auch wenig Vögel. Hier sieht man vor allem Amseln, Finken, Blaumeisen, den berühmten Kanarienvogel, Turmfalken, Seeadler und einige andere Arten. Die Blaumeisen z.B. sind etwas blauer als bei uns. Die Amseln sind erstaunlich stille Zeitgenossen, während sie bei uns doch eher zu Krawall neigen. Ich habe gemutmaßt, dass es bei uns viel mehr Amseln gibt, die ihre Reviere gegen die vielen Rivalen verteidigen müssen und deshalb auch lautstark kundtun müssen, wer der Chef ist.
Rotwild oder Wildschweine findet man gar nicht, dafür Kaninchen, Conejo en Salmorejo ist eine typisch kanarische Speise.
Es gibt auch keine Zecken oder Schlangen. Wahrscheinlich ist es aber nur eine Frage der Zeit bis die ersten von uns Menschen eingeschleppt werden. Wir hörten, dass man kürzlich auf Gran Canaria die erste Schlange entdeckt hat.
Dafür findet man Millionen von Echsen. Im Taoropark haben wir sie mit Bananen gefüttert. Schon als wir auf der Bank Platz nahmen und in unserem Rucksack kramten, kamen die ersten angehüpft. Normalerweise sind sie ja eher scheu und verschwinden sofort, geht as aber ums Essen verlieren sie jede Angst. Im Nu huschten sicherlich hundert Echsen auf dem Steinhang hinter unserer Bank umher und stürzten sich gierig auf die Bananenstückchen. Da wurde sich schon auch mal heftig gestritten. Ich wusste gar nicht, dass die Echsen Töne von sich geben können. Ich finde, die quietschen ein bisschen wie Gummitiere.
Im folgenden ein paar Bilder:
Etwas seltener trifft man den Kanaren-Skink an, den wir beim ersten Blick fälschlicherweis für eine Blindschleiche hielten. Es handelt sich dabei um eine Glattechse, die Ihre Gliedmaßen an den Körper “klappen” kann. Oft sind sie auch verkümmert, je nach Lebensort, so dass man sie übersehen kann.





